Gesagt, getan – Rassismus als Sprachhandlung

am 30. September 2021 | 15.00 bis 20.00 Uhr | Online-Workshop
mit Dr.in Natasha A. Kelly

Sprache ist kein neutrales, passives Medium, mit dem gesellschaftliche Wirklichkeiten ‚objektiv‘ abgebildet werden. Stattdessen stellen Menschen u.a. durch ihre Wortwahl und ihren Sprechstil unterschiedliche Sichtweisen und Wirklichkeitsvorstellungen aktiv her. Auch wenn die diskriminierende Wirkung von Sprachhandlungen in der öffentlichen Wahrnehmung oft auf Schimpfwörter beschränkt wird, kommt sprachliche Diskriminierung weit häufiger vor, als es zunächst scheint. In diesem Workshop erarbeiten wir gemeinsam mit der Kommunikationssoziologin Natasha A. Kelly die unterschiedlichen Dimensionen des sprachlichen Rassismus heraus, die sowohl im Sprechen als auch im Nichtsprechen, im Weghören und Schweigen kontinuierlich reproduziert werden.

Referentin: Dr.in Natasha A. Kelly ist promovierte Kommunikationssoziologin, Autorin und Künstlerin. Mit ihrer preisgekrönten und international gereisten Dokumentation „Millis Erwachen“ feierte sie ihr Filmdebüt auf der 10. Berlin Biennale 2018. Ihr Regiedebüt beging sie 2019 mit der internationalen Aufführung ihrer Dissertationsschrift „Afrokultur“ in drei Ländern und drei Sprachen. Mit ihrer Publikation "The Comet - Afrofuturism 2.0" (2020) und das gleichnamige Symposium, das 2018 am HAU Theater von ihr kuratiert wurde, bewegte sie sich erstmals von historischen Darstellungen weg hinzu Visionen von Zukunft. Ihre siebte Publikation „Rassismus, Strukturelle Probleme brauchen strukturelle Lösungen“ erschien im April 2021.

Anmeldungen sind bis zum 23. September möglich.

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