HDS.Themenwochen

Gemeinsam für diskriminierungsfreie Hochschullehre

in Kooperation mit der Koordinierungsstelle Chancengleichheit Sachsen vom 6. bis 24. September 2021!

Sie erwartet ein vielfältiges Angebot mit Vorträgen, Workshops, Lesungen, Podcasts und vielem mehr. Alle Lehrenden der sächsischen Hochschulen und der Berufsakademie Sachsen sind herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Ergänzt wird unser untenstehendes Workshop-Angebot mit Leseempfehlungen u.a. zu den Themen diversitätssensible Lehre und diversitätssensible (Medien-)Sprache sowie eine Übersicht zum aktuellen Beratungsangebot an sächsischen Hochschulen.

Weitere Infos auf der Seite des Hochschuldidaktischen Zentrums Sachsen (HDS).

Unser Veranstaltungsprogramm


Ansprechpartner*innen zu Diversität im Hochschulbereich

Beauftragte an sächsischen Hochschulen

Beauftragte an Hochschulen sind Ansprechpersonen für deren verschiedenen Angehörigengruppen. Sie sind einerseits direkte Ansprechperson bei individuellen Fragestellungen und wirken andererseits auf die Sichtbarkeit und Sensibilisierung für bestimmte Themen an der Hochschule hin.

Gleichstellungsbeauftragte

Der Paragraf 55 des Sächsischen Hochschulfreiheitsgesetztes regelt die Wahl der dezentralen und zentralen Gleichstellungsbeauftragten an den Hochschulen und bestimmt ihre Rechte und Aufgaben. Als übergreifende Zielstellung ist die „Herstellung der Chancengleichheit […] sowie die Vermeidung von Nachteilen […] für Angehörige der Hochschulen“ benannt.

Praktisch umfasst die Arbeit der Gelichstellungsbeauftragten vielfältige Aufgaben, die von der persönlichen Einzelfallberatung bis zur Beteiligung an der strategischen Hochschulentwicklung reichen.

Sowohl Student*innen als auch Beschäftigte können sich mit Ihren Anliegen an die Gleichstellungsbeauftragten wenden.

Gleichstellungsbeauftragte an sächsischen Hochschulen

Frauenbeauftragte

Das Amt der Frauenbeauftragten entspringt dem sächsischen Frauenfördergesetz, welches sich auf alle öffentlich-rechtlichen Einrichtungen des Landes bezieht und die Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst zum Ziel hat. Für alle Dienststellen, in denen mindestens zehn Frauen arbeiten, soll eine Frauenbeauftragte auf Vorschlag der weiblichen beschäftigten bestellt werden.

An Hochschulen ist die Besetzung des Amtes in Personalunion mit einer Gleichstellungsbeauftragten möglich. Praktisch ist das an den sächsischen Hochschulen häufig der Fall.

Frauenbeauftragte sind mit den Belangen weiblicher Beschäftigter betraut.

Frauenbeauftragte an sächsischen Hochschulen

Beauftragte für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen

Auf Landesebene sind im sächsischen Hochschulfreiheitsgesetz in §5 II Nr.12 die Rechte von Student*innen mit Behinderung festgehalten. Sie besagen, dass die Hochschulen dafür Sorge zu tragen, dass Student*innen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen nicht benachteiligt werden und ihr Studium möglichst ohne fremde Hilfe durchführen können. Um dieser Aufgabe nachzukommen, gibt es an vielen Hochschulen in Sachsen Beauftragte für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen.

Die Aufgaben der Beauftragten für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen, manchmal auch Inklusionsbeauftragte*r betitelt, ist es, betreffende Student*innen zu unterstützen, ihr Recht auf ein chancengleiches Studium wahrzunehmen. Diese Aufgabe kann unter anderem Beratung, Stellungnahmen zum Nachteilsausgleich an der Hochschule oder die Zurverfügungsstellung eines Hilfsmittelpools sein.

Die Beauftragten für Studierende mit Behinderung und chronischen Erkrankungen sind Ansprechperson für Student*innen und Studieninteressierte mit studienrelevanten Beeinträchtigungen. Inklusionsbeauftragte sind mit den Belangen von Student*innen und Beschäftigten betraut.

Beauftragte für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen an sächsischen Hochschulen

Flüchtlingsbeauftragte

Wissenschaft kennt keine Grenzen, deshalb ist den Hochschulen in Sachsen ein Anliegen, Student*innen und Forscher*innen mit Fluchthintergrund den (Wieder-)Einstieg in die Wissenschaft zu ermöglichen.

Die Flüchtlingsbeauftragten beraten Studieninteressierte und Forscher*innen auf diesem Weg, indem sie über allgemeine Regelungen zur Integration beraten sowie spezielle Angebote und Fördermöglichkeiten für Student*innen und Wissenschaftler*innen mit Fluchthintergrund vermitteln.

Mit Ihren Anliegen können sich alle Studieninteressierten, Student*innen und Wissenschaftler*innen an die Flüchtlingsbeauftragten wenden.

Flüchtlingsbeauftragte an sächsischen Hochschulen

Ausländer*innenbeauftragte

Der Aufgabenbereich der Ausländer*innenbeauftragten an sächsischen Hochschulen umfasst alle kulturellen und sozialen Anliegen von internationalen Hochschulangehörigen. Die Ausländer*innenbeauftragten unterstützen Angehörige der Hochschulen insbesondere durch Beratung und Vermittlung zwischen den Student*innen, Doktorand*innen und Wissenschaftler*innen und den Institutionen der Hochschule.

Häufig gibt es zudem an den Fakultäten der Hochschulen eigene, nur für die Fakultät zuständige Ausländerbeauftragte.

Alle internationalen Hochschulangehörigen könne sich mit Ihren Anliegen an die Ausländer*innenbeauftragten richten.

Ausländer*innenbeauftragte an sächsischen Hochschulen

AGG-Beauftragte/Beschwerdestelle

Es ist Aufgabe der Hochschulen, ihre Angehörigen vor jeder Form von Diskriminierung, Belästigung und Gewalt zu schützen. Um dieser Verantwortung nachzukommen haben die Hochschulen eine Beschwerdestelle gemäß §13 des allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes eingerichtet.  

Die Beschwerdestelle ist erste Anlaufstelle im Fall erlebter Diskriminierung und hilft Betroffenen bei deren Klärung und Bewältigung. Im Zweifel leitet sie das offizielle Beschwerdeverfahren ein.

An sächsischen Hochschulen nimmt häufig die Gleichstellungsbeauftragte oder die Antidiskriminierungsstelle Rolle der Beschwerdestelle wahr.

AGG-Beauftragte/ Beschwerdestellen an sächsischen Hochschulen

Konfliktbeauftragte

Im Miteinander von Menschen und in der Wissenschaft sind Konflikte nichts Außergewöhnliches. Um diese Konflikte lösen zu können oder Verdachtsfällen nachzugehen, braucht es manchmal Hilfe von außen. An sächsischen Hochschulen finden sich unterschiedliche Anlaufstellen für die Lösung von Konflikten.

Liegt ein Konflikt aufgrund eines wissenschaftlichen Fehlverhalten vor, gibt es sogenannte Ombudspersonen. Ombudspersonen agieren als Ansprechpartner*in, Ratgeber*in und Vermittler*in.

In Konfliktfällen, die nicht mit wissenschaftlichem Fehlverhalten zu tun haben, können sich Student*innen und Beschäftigte an einigen Hochschulen an den*die Konfliktbeauftragte wenden. Die Konfliktbeauftragten sind weisungsfrei und beraten und unterstützen Ratsuchend bei einer einvernehmlichen Lösung ihres Konflikts.

Konfliktbeauftragte an sächsischen Hochschulen

Familienservice

Im Studium Eltern zu werden oder (wissenschaftliche) Karriere und familiäre Verpflichtungen zu vereinbaren, wirft viele Fragen auf, persönliche wie organisatorische. Die Hochschulen bemühen sich, familienfreundliche Organisationen zu sein. In vielen Leitbildern und Grundordnungen ist Familienfreundlichkeit fester Bestandteil.

Die Familienservices an den Hochschulen unterstützen mit ihren Angeboten Hochschulmitglider direkt und wirken auf strategischer Ebene auf eine familienfreundliche Strukturen hin.

Sowohl Beschäftigte als auch Student*innen können sich mit Ihren Anliegen an die Familienservices wenden. Wichtige Anlaufstelle für zweitere bilden außerdem die Sozialberatungen der Studentenwerke.

Familienservice an sächsischen Hochschulen

Studentenwerke an sächsischen Hochschulen

Diversity Management

In Sachsen gibt es keine landesrechtliche Bestimmung, die ein Amt der*des Diversitätsbeauftragten festschreibt. Alle Hochschulen widmen sich jedoch in ihren Initiativen unterschiedlichen Zielgruppen und sind bestrebt, ein Arbeits- und Studienumfeld zu schaffen, das Teilhabe für alle ermöglicht. Unter dem Schlagwort Diversity werden deshalb Initiativen gebündelt und Projekte mit besonderem Blick auf Intersektionalität koordiniert.

Häufig nehmen sich dieser Verantwortung ebenfalls die Gleichstellungsbeauftragten an, manchmal wird ausdrücklich ein Diversitymanagement eingesetzt.

Student*innen, Beschäftigte und Gäste der Hochschulen sind eingeladen, sich auch explizit mit Fragen und Problemstelllungen, die nicht in den sonstigen Beratungsstrukturen abgebildet sind an die für Diversität zuständigen Stellen zu wenden.

Diversity Management an sächsischen Hochschulen


Leitfäden zu Diversität im Hochschulbereich

Empfehlungen der Koordinierungsstelle

Diversitätssensible Lehre

Zentrale Frauenbeauftragte und Margherita-von-Brentano-Zentrum der Freien Universität Berlin (fortlaufende Online-Sammlung): Toolbox. Gender und Diversity in der Lehre

Diversity AG „Qualifizierung“ der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (2020): Vielfalt Leben, Zukunft Gestalten. Handreichung für diversitysensible Lehre (PDF)

Slanina, Kathleen; Mannewitz, Karin & Stabsstelle Diversity Management TU Dresden (2017): Barrierefreie Hochschullehre. Leitfaden für Lehrende

AG Service Behinderung und Studium TU Dresden (2020): Tipps und Hilfestellung zur Barrierefreiheit der digitalen Lehre (PDF)

Diversitätssensible Hochschule

Heinrich Böll Stiftung/Gunda Werner Institut (fortlaufende Online-Sammlung): Gender Toolbox

Diversitätssensible (Medien-)Sprache

Koordinierungsstelle Chancengleichheit Sachsen (2021): Ausgesprochen vielfältig. Diversitätssensible Kommunikation in Sprache und Bild

Koordinationsbüro für Frauenförderung und Gleichstellung der Technischen Universität Berlin (2020): Geschlechtersensible Sprache – ein Leitfaden (PDF)

Büro der zentralen Frauenbeauftragten an der Humboldt-Universität zu Berlin (2019): Sprache ist vielfältig – Leitfaden der HU für geschlechtergerechte Sprache

Klamt, Marlies; Gleichstellungsbüro, Goethe-Universität Frankfurt am Main (2016): Handlungsempfehlungen für eine Diversitätssensible Mediensprache

AntiDiskriminierungsBüro (ADB) Köln & Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V. (2013): Leitfaden für einen rassismuskritischen Sprachgebrauch

Prävention und Hilfe bei sexueller Diskriminierung und Gewalt

Stabsstelle Chancengleichheit, Diversität und Familie Universität Leipzig (fortlaufende Online-Sammlung): Sexualisierte Diskriminierung. #esgehtunsallean

Gleichstellungsbüro Goethe-Universität-Frankfurt (2018): Grenzen Wahren. Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt an der Hochschule (PDF)