Autismus in Ausbildung, Studium und Beruf – Teilhabe durch technische Lösungen stärken

Datum
Veranstaltungsart
Vortrag
Ort
Online
Kategorie

Input: David Gollasch, Experte für Mensch-Computer-Interaktion und digitale Barrierefreiheit, Forschungsprojekt AutARK der Technischen Universität Dresden, W12G Digital GmbH, Dresden 


Menschen aus dem neurodivergenten Spektrum, insbesondere autistische Menschen, erleben im Alltag sehr unterschiedliche Herausforderungen, die sich unter anderem auf den beruflichen Werdegang auswirken können – direkt im Beruf wie auch auf dem Weg dahin während der Berufsausbildung oder des Studiums. Reizüberfordernde Situationen im Hörsaal oder Büro, Missverständnisse bei der Kommunikation mit Kolleginnen und Kollegen oder potenzielle Stolperfallen bei Fragen der Selbstorganisation. Das Team des BMAS-geförderten Forschungsprojekts AutARK der TU Dresden hat dieses Thema adressiert und mittels einer Mensch-zentrierten Vorgehensweise technische Lösungen erarbeitet, die in herausfordernden Situationen Unterstützung bieten können. David Gollasch und Kollegen berichten über die entwickelten Systeme sowie auch über Erkenntnisse aus dem Projekt, die sich an Hochschulen und Beratungsstellen niedrigschwellig einsetzen lassen.

David Gollasch ist Wissenschaftler und Experte für Mensch-Computer-Interaktion und digitale Barrierefreiheit. Sein Schwerpunkt liegt auf diversitätssensiblem Design und Barrierefreiheit für besonders heterogene Zielgruppen. So leitete er etwa an der TU Dresden das Forschungsprojekt AutARK zur Entwicklung von Assistenztechnologien für autistische Menschen im Berufsalltag und promovierte zum Thema Barrierefreiheit von Assistenzrobotern und Sprachinteraktion für ältere Menschen. An der Dualen Hochschule Sachsen lehrt er zum Thema Mensch-zentriertes Design und er engagiert sich in der International Federation for Information Processing TC13 WG13.3 zum Thema Mensch-Computer-Interaktion, Behinderungen und Alter. Ferner berät und unterstützt er Institutionen bei der Umsetzung digitaler Barrierefreiheit und zur Beachtung gesetzlicher Rahmenbedingungen.