Onlinevortrag: Neuro-Was!? Einführungsvortrag zu Neurodiversität und Neurodivergenz (Warteliste)
Inhalt
Die Plätze für diesen Workshop sind vergeben. Sehr gerne können Sie sich jedoch anmelden und somit auf die Warteliste eintragen lassen.
Neurodiversität – ein Begriff, der in den letzten Jahren immer häufiger in den Fokus rückt und dennoch viele Fragen aufwirft. Was genau verstehen wir darunter? Wir möchten gemeinsam mit Ihnen dieser Frage aus einer Diversity-Perspektive nachgehen und entdecken, was unter „neurodivergent“ und „neurotypisch“ verstanden wird und wie diese Konzepte unser Verständnis von Normalität prägen.
Auf einem breiten Spektrum umfasst Neurodivergenz u.a. Autismus, ADHS, Dyskalkulie, Legasthenie und ist „von außen“ nicht sichtbar. Je nach individueller Ausprägung kann sich dies sehr unterschiedlich bemerkbar machen und zu leichten bis sehr starken Beeinträchtigungen führen. Daher liegt ein besonderer Fokus des Vortrags auf den Lebensrealitäten neurodivergenter Menschen in Alltag, Studium und Beruf. Welche Herausforderungen entstehen durch strukturelle Barrieren, soziale Erwartungen oder fehlende Sensibilisierung? Wie wirken sich Pathologisierung und diagnostische Einordnungen – etwa nach der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD) – auf Selbstbild, Teilhabe und gesellschaftliche Wahrnehmung aus?
In diesem Vortrag zeigen wir die Vielfalt und Komplexität von Neurodivergenzen, wodurch es v.a. im Bildungs- und Hochschulkontext ein hochrelevantes Thema ist und wollen Ihnen auch interaktiv die Möglichkeit öffnen, Fragen zu stellen und einen Austausch anzuregen.
Referentinnen
Jessica Stazzone Manazza (sie/ihr) ist selbständige Diversity-Trainerin und ist neben Queerness und Bisexualität vor allem auf das Thema Neurodiversität spezialisiert, insbesondere auf ADHS und Lernmethoden. Sie verfügt über einen Master of Science in Business Administration der Freien Universität Amsterdam und bringt zehn Jahre Erfahrung im strategischen und operativen Management mit. Als selbst neurodivergente und queer-migrantische Person bringt sie sowohl professionelle als auch persönliche Erfahrungen in ihre Bildungsarbeit ein. Sie ist Co-Gründerin der queer-migrantischen LSBTIQA*-Initiative „BiPlus Göttingen“ und engagiert sich aktiv für Empowerment und Sichtbarkeit von intersektionalen Lebensrealitäten.
Maren Frank (sie/ihr) ist als selbstständige Diversity-Trainerin und Heilpraktikerin für Psychotherapie auf Neurodiversität spezialisiert. Sie verbindet fachliche Expertise zum Autismus Spektrum, Hochbegabung und Hochsensibilität mit 30-jähriger Praxiserfahrung im Gesundheitswesen und bringt zudem wertvolle Praxiserfahrung, besonders zu institutionellen Herausforderungen, als neurodivergente Person und Mutter neurodivergenter Kinder mit. Ihr Anliegen ist es, die Vielseitigkeit und Wahrnehmungsunterschiede der Menschen sichtbar zu machen, Akzeptanz zu fördern und (Neuro)Inklusion als selbstverständlichen Bestandteil von Lehre, Beratung und Hochschulkultur zu stärken.
Anmeldung bis zum 15. Mai 2026